02 Grüne Alexander Habermeier klein2.jpg    Alexander Habermeier

Mein Lieblingsplatz in Heilbronn ist der Ziegeleipark in Böckingen. Ich liebe es dort an warmen Sommertagen mit meinen zwei Jungs und meiner Frau am Wasser zu spielen. Der Park ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Menschen, Tiere und Pflanzen sich ein Stück Heilbronn wunderbar teilen können. Zu manchen Zeiten wirkt der Park fast überfüllt, was nur allzu deutlich zeigt, wie wichtig solche Ruhezonen für Heilbronn sind. Dies gilt in besonderem Maße für Menschen, die keinen eigenen Garten besitzen. Dieses Beispiel führt vor Augen, wie eng ökologische und soziale Politik miteinander verbunden sind. Genau an dieser Schnittstelle sehe ich eine Schwerpunktaufgabe für grüne Politik in Heilbronn, für die ich mich sehr gerne und mit Leidenschaft weitere fünf Jahre engagieren werde.

Wer sich mit Umwelt- und Sozialpolitik in einer Stadt beschäftigt, landet unausweichlich und sehr schnell beim Thema Verkehr. Hierbei geht es im Kern nicht darum, ob man für oder gegen das Auto ist. Vielmehr kommt es darauf an, Mobilität so sozial- und umweltverträglich wie möglich zu gestalten. Die Reduzierung von Luftschadstoffen steht im Mittelpunkt und es geht um die junge Familie, die eine neue Wohnung sucht, damit ihre Kinder wieder bei geöffnetem Fenster schlafen können.

Die Entwicklung läuft in Heilbronn für die Bereiche Städtebau, Schulen, Universität und Integration, davon konnte ich mich als Mitglied des Integrationsbeirates selbst überzeugen, sehr gut und ist innovativ. Für den Verkehr trifft dies leider nicht zu. Hier liegt vieles im Argen und es besteht nicht nur in der Kernstadt, sondern vor allem auch in den westlichen Stadtteilen ein gewaltiger Handlungsbedarf. Das Thema Verkehr muss in den Mittelpunkt der Kommunalpolitik gerückt werden. Gerade wir Grünen verfügen bei diesem Thema über große Kompetenz und haben zukunftsfähige und moderne Ideen. Was habe ich im Bau- und Umweltausschuss nicht alles schon beantragt? Vernetzende Mobilitätskonzepte, Lenkungskonzepte für Lastwagen und Temporeduzierungen. Leider fanden wir Grünen für diese wichtigen Entlastungsprojekte keine Mehrheiten im Gemeinderat. Wir bleiben aber hartnäckig und lassen uns nicht abschütteln! Doch wir können auch von Erfolgen berichten. Das "Heilbronner Umweltportal" und der "kommunale Umweltbericht" fanden ebenso die Zustimmung des Gemeinderats, wie die "FSC-Zertifizierung unseres Stadtwaldes" und der "Runde Tisch" in Neckargartach, um nur einige Beispiele zu nennen.

Wer glaubt unser Leben wird nur bestimmt durch Landes-, Bundes- oder Europapolitik liegt falsch! Kommunen werden maßgeblich durch das Engagement der Bürgerinnen und Bürger, sei es durch die lokale Politik, durch Vereine und Verbände oder Initiativen geprägt.  Bürgerinnen und Bürger haben großen Einfluss auf die Lebensbedingungen, die Lebensqualität und das Aussehen unserer Stadt. Heilbronn ist mit seinen neuen Richtlinien für mehr Bürgerbeteiligung auf einem guten und modernen Weg. Miteinander werden wir die zukünftigen Herausforderungen meistern, da bin ich mir sicher.

Es gibt natürlich auch noch ein Leben außerhalb der Kommunalpolitik, über das ich ganz kurz berichten möchte. Ich bin verheiratet und habe zwei Söhne im Alter von 8 und 11 Jahren. In Tübingen habe ich Biologie und Geographie studiert. Meine ersten Anstellungen als Dipl. Biologe brachten mich weit weg von Heilbronn und waren verbunden mit langen Auslandsaufenthalten in Ungarn, Kasachstan und Kirgisistan.

Aufgewachsen bin ich in Frankenbach und lebe nun mit meiner Familie seit über 10 Jahren im Kreuzgrund (Böckingen). Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger des Kreuzgrunds gründeten 2006 die Bürgerinitiative Saarlandstrasse, deren Sprecher ich bis heute bin.  

Seit 2008 arbeite ich in Stuttgart als Landesumweltreferent der Naturfreunde Baden-Württemberg e.V., eine Arbeit, die mir sehr viel Freunde macht. Meine Freizeit gehört zum überwiegenden Teil meiner Familie. Doch auch Sport ist für mich ein wichtiges Thema. Ich bin Mitglied des Turnrates der TG Böckingen und Abteilungsleiter der Sparte Tischtennis.

Allerdings habe ich mein Engagement bei der TG Böckingen und als aktiver Tischtennisspieler deutlich reduziert, weil ich mein Mandat als Stadtrat sehr ernst nehme und es auch sehr, sehr gern ausübe.