hn_016.jpg    Susanne Bay, Fraktionsvorsitzende

Im Jahr 2009 haben mir die Heilbronnerinnen und Heilbronner ihr Vertrauen geschenkt und mich in den Gemeinderat ihrer Stadt gewählt. Ich hatte mich um dieses Mandat beworben, weil ich sehr gerne in Heilbronn lebe, aber an mancher Stelle die aus meiner Sicht richtigen Weichenstellungen vermisst  habe,  zum Beispiel beim Klima und Umweltschutz oder bei den Betreuungsmöglichkeiten für Kinder.  

Mir war klar geworden, dass ich mich Störendes nicht nur benennen, sondern mich aktiv einmischen und Dinge verändern wollte. Ganz klar war dabei für mich  von Anfang an, dass ich mich bei den Grünen engagieren würde, schon immer im wahrsten Sinne des Wortes die Partei meiner Wahl, bin ich doch 1965 geboren und so quasi seit dem Beginn meines politischen Bewusstseins mit den Grünen groß geworden. Ihr Einsatz für den Umweltschutz und ihr Kampf gegen die Atomkraft haben existenzielle Themen für die Menschheit klar definiert und überhaupt erst auf die politische Tagesordnung gehoben.

Zurück nach Heilbronn: Seit beinahe fünf Jahren  also mache ich zusammen mit meinen Fraktionskollegen Alexander Habermeier, Karl-Heinz Kimmerle und Wolf Theilacker nun engagiert Politik für eine prosperierende Entwicklung unserer Stadt im Einklang mit unserer Umwelt, mit dem Ziel maximaler Chancengerechtigkeit für alle Teile der Bevölkerung. Dies betrifft verschiedene Bereiche wie zum Beispiel Bildung, Wohnen, Mobilität und Stärkung des Wirtschaftsstandorts ebenso wie verschiedene Bevölkerungsgruppen wie Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, Familien mit Kindern,  Menschen mit Handicaps und Jugendliche. Von meiner Fraktion bin ich in verschiedene Ausschüsse entsandt: In den Jugendhilfeausschuss, in den Bildungsbeirat und den Verwaltungsausschuss. Außerdem bin ich seit Juli 2011 Mitglied im Ältestenrat. Dies ist ein informelles Gremium und natürlich  ohne Entscheidungsbefugnis. Es besteht aus den Vorsitzenden der Fraktionen und berät den Oberbürgermeister bei Terminen, Tagesordnungen  und  gibt Einschätzungen ab zu aktuellen Dingen. Damals hat mir unsere Fraktion das Vertrauen ausgesprochen dafür, dass ich von Karl-Heinz Kimmerle den Fraktionsvorsitz übernehmen sollte. Nach dem Landtagswahlkampf, bei dem ich die Kandidatin für die Grünen war und knapp den Einzug ins Landesparlament verpasst hatte, hat sich Karl-Heinz entschieden, den Fraktionsvorsitz in jüngere Hände geben zu wollen.

Obwohl meine Themen aufgrund der Ausschüsse, in denen ich mich engagiere auf den ersten Blick eher die sozialen Themen sind, interessiert mich doch die gesamte Bandbreite kommunalpolitischen Handelns. Ganz besonders am Herzen liegen mir auch die kommunalen Finanzen, nur eine solide Finanzwirtschaft eröffnet  auch folgenden Generationen Handlungsspielräume, um sich „ihre“ Stadt zu gestalten. Es macht mir Freude, mich in zuerst sperrig erscheinende Themen mit aller Kraft hineinzudenken. Ein Beispiel dafür aus dem letzten Jahr ist das Thema Konzessionsvergabe im Bereich Strom. Ich halte es für ungeheuer wichtig, bei solch wichtigen Entscheidungen für die Bürgerinnen und Bürger unsere Stadt möglichst alle Facetten zu erfassen und zu diskutieren, um dann eine gut durchdachte Meinung bilden zu können.

Und eines steht fest: Kommunalpolitik ist super vielseitig, super spannend und für das direkte Lebensumfeld vor Ort unmittelbar entscheidend. Deshalb bewege ich mich auch sehr gerne und viel in unserer Stadt und ihren Stadtteilen, besuche Veranstaltungen, Vereine und Bürgerinitiativen, um kennen zu lernen, mit was sich die Menschen beschäftigen, was sie planen, wo sie vielleicht der Schuh drückt. In einer zahlenmäßig kleinen Fraktion wie wir es sind, ist es wichtig, sich für alle Themen in Heilbronn zu interessieren und für Meinungsbildung offen zu sein. Das bin ich sehr gerne, genau wie meine Kollegen. Dabei stelle ich immer wieder fest, wie vielseitig, vielschichtig und bunt unser Heilbronn ist.

Nach diesem kleinen Werbeblock für unsere Stadt noch ein paar Worte zu meinem Leben außerhalb der Kommunalpolitik. Ich bin 49 Jahr alt, verheiratet und habe zwei Töchter, eine 21 Jahre alt und beim Studium, die andere 18 Jahre alt und in den letzten Zügen zum Abitur. Ich arbeite  bei den Offenen Hilfen, einer diakonischen Einrichtung der ambulanten Hilfe für Menschen mit einer geistigen Behinderung. Studiert habe ich Diplomverwaltungswirtschaft an der FH in Ludwigsburg und danach auch im Staatsdienst gearbeitet bei einer Forschungsanstalt in Tübingen. Dort war ich als Leiterin zuständig für das Sachgebiet Haushalt und habe so Erfahrungen gesammelt in der Haushaltswirtschaft der öffentlichen Hand und gelernt, sparsam aber effizient mit Steuermitteln umzugehen. Heute bin ich sehr froh, dass ich nach meiner Elternzeit dort nicht wieder eingestiegen bin, sondern in meine Heimatstadt Heilbronn zurückgekehrt bin. Dort  kann ich im sozialen Bereich meine Verwaltungsausbildung anwenden. Ich bin wiederum zuständig für die finanziellen Angelegenheiten. Meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit Familie und FreundInnen, ich lese leidenschaftlich gerne und liebe es, zu verreisen, auch im Winter zum Skifahren. Mein Lieblingsplatz in Heilbronn ist der Gaffenberg, diese herrliche Fleckchen Erde mitten im Wald und doch ganz nah an der Stadt. Dort habe ich mich  jahrelang im Sommer bei den Kinderfreizeiten engagiert und auch meinen Mann kenn gelernt. Einige Jahre habe ich Stepptanz betrieben, im Moment habe ich aber keine Zeit für regelmäßiges Training. In meiner Jugend habe ich an der städtischen Musikschule gelernt, Oboe zu spielen. Da ich die Dinge immer gerne richtig mache oder gar nicht, pausiere ich gerade beim Tanzen. Als weiteres Ehrenamt bin ich Vorsitzende des Fördervereins der Offenen Hilfen. Jahrzehntelang war ich Schöffin beim Jugendgericht. Und in Zukunft werde ich mich im Vorstand des Vereins Suchtprävention engagieren.

Für Sie bin ich erreichbar unter susanne.bay@arcor.de oder unter 07131/172926.

Es grüßt Sie herzlich

Susanne Bay