Interkommunale Zusammenarbeit Bündnis 90/Die Grünen

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Wolf Theilacker, Eberhard Landes. Stefan Müller, Eva Luderer. Karl-Heinz Kimmerle, Alexander Habermeier, Horst Strümann, Susanne Bay, Werner Krepp

(Bericht von Christiane Müller)

Was lange währt, wird endlich gut: Am Montag, 13.03.2017 trafen sich die Grünen-Gemeinderatsfraktionen der beiden Nachbarkommunen Heilbronn und Neckarsulm sowie einzelne Ortsverbandsmitglieder zu einer lange geplanten gemeinsamen Sitzung in der Neckarsulmer Ballei.

Einziger Tagesordnungspunkt war ein Problem, das beide Kommunen eng verbindet und das sie auch nur gemeinsam lösen können: Das Thema Verkehr. Beide Städte drohen zu manchen Tageszeiten am und im Autoverkehr zu ersticken, Feinstaub, Stickoxide und Lärm belasten die Bürger und machen sie krank, die täglichen Staus kosten zudem viel Zeit und Geld.

Dabei waren sich die Sitzungsteilnehmer einig, dass der (Aus-)Bau von Verbindungs- und Umgehungsstraßen zwar an manchen Stellen Abhilfe schaffen kann, dass aber eine wirklich nachhaltige Lösung anders aussieht.

Hierzu bedarf es eines wohl durchdachten Mobilitätskonzeptes als wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, das in Heilbronn bereits in Angriff genommen wurde und das nur unter Einbeziehung auch der umliegenden Gemeinden funktioniert.

Attraktive Anreize für den Bürger sind nötig, um das eigene Auto zumindest ab und zu stehen zu lassen und Fahrgemeinschaften zu bilden. Bereits hierdurch würde die tägliche Verkehrsflut um einiges verringert. Hierbei könnten die ansässigen Firmen der Region eine wichtige Vermittler- und Motivationsrolle übernehmen.

Weitere Alternativen wären, das Fahrrad oder den öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen, der hierfür allerdings wesentlich nachgebessert und ausgebaut werden muss. Denn wer mehrmals wegen einer verspäteten Stadtbahn zu spät am Arbeitsplatz erscheint, oder wer dreimal umsteigen muss, um an sein Ziel zu kommen, der steigt schnell wieder aufs Auto um, wie es leider immer wieder zu beobachten ist.

Auch die Reaktivierung mancher Buslinien, der Zabergäubahn und die Verbesserung der Frankenbahn wären nach Ansicht der Teilnehmer ein wichtiger Baustein. Hinzu kommen die Fahrpreise für den ÖPNV, die für jeden erschwinglich sein sollten. Wer fährt schon mit dem Bus, wenn Autofahren und Parkgebühren billiger sind als das Fahrticket? Und solange Fahrradwege zugeparkt sind und oft nur über weite Umwege oder von Schotterpisten unterbrochen zum Ziel führen, bilden auch sie keine wirklich ernstzunehmende Alternative.

Die Reihe der Anregungen und Ideen war groß, und so verging der Abend schnell. Eines war jedoch allen klar: Dies war nicht die letzte gemeinsame Sitzung und so erfolgte auch gleich eine Gegeneinladung der Heilbronner an die Neckarsulmer Grünen.