Renkonen: Es gibt keine Alternative zum Rückbau des GKN in Neckarwestheim

Daniel Renkonen MdL  

Mitglied des Landtages von Baden-Württemberg

Stuttgart, 19. Februar 2015

Für den Grünen-Landtagsabgeordneten muss der Atomausstieg konsequent umgesetzt werdenKritik an Arbeit der Infokommission in Neckarwestheim zurückgewiesen

 

Neckarwestheim/Bietigheim-Bissingen – Der Grünen-Landtagsabgeordnete Daniel Renkonen spricht sich für einen konsequenten Rückbau des Atomkraftwerkes in Neckarwestheim aus. "Wir wollen aus dieser Risikotechnologie aussteigen und den Kraftwerksstandort schrittweise zurückbauen. Hierzu gibt es meines Erachtens keine Alternative", bekräftigt der Umwelt-und Energiepolitiker.

Selbstverständlich müssen bei der Demontage der einzelnen Anlagenteile des stillgelegten GKN 1 alle gesetzlichen Grenzwerte der Strahlenschutzverordnung eingehalten werden, so dass zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung besteht. "Die Sicherheit der Bürger hat allerhöchste Priorität", steht für den Grünen-Politiker fest. Hierauf wird bei den anstehenden Genehmigungsverfahren geachtet, in dem der radiologische Ausgangszustand des Kraftwerkes verfasst wurde. Er ist im Sicherheitsbericht dargestellt. Insofern warne er vor einer "Panikmache der Bürger, bevor das Genehmigungsverfahren überhaupt begonnen hat."

Überrascht zeigt sich der Abgeordnete über die öffentlich geäußerte Kritik an der Arbeit der Infokommission in Neckarwestheim. "Ein größeres Maß an Transparenz geht nicht, zumal alle Unterlagen des Betreibers EnBW, der Fachgutachter und des Umweltministeriums mitsamt den Sitzungen öffentlich sind." Zudem arbeitet die Infokommission im Sinne der Öffentlichkeit sehr "konstruktiv und offen" zusammen, auch wenn nicht immer alle einer Meinung sind. "Andererseits können wir auch nicht immer über jedes wissenschaftliche Detail bis in die Puppen diskutieren." Er appelliert daher an alle Beteiligten, den konstruktiven Dialog in der Infokommission fortzusetzen und die Arbeit des Gremiums nicht "von außen"zu torpedieren.