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Die 4 W-Fragen des Wohnens

Bericht von Karl-Heinz Kimmerle

Wer wohnt in Zukunft wie, wo und für wie viel Geld?, so die Frage, über die sich MdL Susanne Bay beim monatlichen „Offen gesprochen mit den GRÜNEN“ im Mehrgenerationenhaus mit den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern austauschte. Die Nachfrage nach Wohnungen, 2000 Haushalte sind auf der Warteliste der Stadtsiedlung, ist immens. Der Zuzug von Arbeitskräften aus dem In- und Ausland, Student*innen und Geflüchteten, durch Menschen mit Behinderung und Senior*innen treffe auf rasch steigende Mieten bei gleichzeitig auslaufenden Sozialbindungen bei Wohnungen.

Wenn Politik und Bauwirtschaft das Wohnungsproblem, das bereits weit in die Mittelschicht hineinrage, nicht löse, sei der gesellschaftliche Zusammenhalt gefährdet, ist Bay, wohnungspolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion, überzeugt. Gefragt seien Bund, Land und Kommunen. Der Bund soll Immobilienspekulation und Mietwucher unterbinden. Das Land habe seine Hausaufgaben mit einem praktikablen Mietraumförderungsprogramm gemacht, ist sie überzeugt. ½ Milliarde Euro stehen im Wohnraumförderprogramm 18/19 des Landes bereit.

Bleibt die Stadt als Akteur. Hier kommt das Handlungsprogramm Wohnen seit 2015 nur langsam voran und die Stadtsiedlung kann alleine nicht alles richten. Anträge der GRÜNEN Stadtratsfraktion fordern eine Quote für bezahlbaren Wohnraum beim Geschosswohnungsbau und eine aktive Bodenpolitik, die zu günstigerem Bauland führt. „Wir brauchen dringend mehr bezahlbaren Wohnraum für alle, in sozial gemischten Quartieren mit hoher Aufenthaltsqualität, dessen Standards auch der Zukunft genügen“, so Susanne Bay in breiter Übereinstimmung mit den Anwesenden.